Beiträge getagged ‘Weltwirtschaft’

Diskussion: Dr. Hugo Bänziger und Prof. Timothy Guinnane über “Trust in the World of Finance”

18 November 2010

Das große Finale der Veranstaltungsreihe zu “Kredit und Vertrauen” findet am nächsten Montag, den 22. November 2010 um 19:00 Uhr, statt! Zu Gast sind zwei wahre Experten und wichtige Persönlichkeiten aus dem Finanz- und Wirtschaftsbetrieb: Dr. Hugo Bänziger (Member of the Management Board & Chief Risk Officer of Deutsche Bank AG) und Prof. Dr. Timothy Guinnane (Philip Golden Bartlett Professor of Economic History, Yale) diskutieren unter dem Titel “Trust in the World of Finance”.

Foto von William Warby unter CC

Die Diskussion wird EXKLUSIV für Studierende, Mitarbeiter und andere Angehörige der Universität veranstaltet. Um dem internationalen Format unserer Gäste gerecht zu werden und den Gaststudenten die Teilnahme an der Diskussion zu ermöglichen, wird die Diskussion in Englisch geführt. Veranstaltungsort ist wie immer der Manfred-Lautenschläger-Hörsaal O 163 im Ostflügel des Mannheimer Schlosses.

Leseprobe “Kredit und Vertrauen”: Annette Kehnel über Vertrauen als Kredit

5 November 2010

Der folgende Text ist ein Auszug aus dem Sammelband “Kredit und Vertrauen”, der die spannendsten und interessantesten Thesen und Erkenntnisse aus der gleichnamigen Vortragsreihe enthält.

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“Wirtschaft und Kultur bleiben im Gespräch. Wirtschaft braucht Kultur. Kultur braucht Wirtschaft. Die Gesellschaft braucht beides”. weiß die Historikerin Annette Kehnel.

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Kredit und Vertrauen sind Begriffe des täglichen Sprachgebrauchs. Kredit – so die naheliegende Assoziation – gehört ins Bankwesen: Kreditgeber und Kreditnehmer trifft man im Bereich Finance. Kreditwürdigkeit und Kreditvergabekriterien werden geprüft und entwickelt. Kredite haben mit hartem Geschäft, mit Investitionen, mit Information, mit Schulden und mit Werten zu tun. Vertrauen dagegen gehört in den Bereich des Sozialen. Therapeuten, Sozialarbeiter, Pastoren, Eltern, Erzieher etc. sind zuständig. Vertrauen und Vertrauensbruch sind eher Themen fürs Sofa, für Paare, etwas Privates jedenfalls. Kredit und Vertrauen gehören verschiedenen Sphären des täglichen Lebens an.

Doch auch das Gegenteil lässt sich mit Fug und Recht behaupten. Kredit und Vertrauen gehören zusammen. Sprachgeschichtlich wurzelt der Kredit im lateinischen credere, heißt zugleich glauben und vertrauen. Creditum ist das im guten Glauben Anvertraute. Gemeinsam mit anderen Begriffen des Banken- und Finanzwesens wie „Giro“, „Konto“, „Bank“ oder „Kontor“ wurde „Kredit“ in Zeiten der wirtschaftlichen Expansion seit dem 13. Jahrhundert aus dem Italienischen in fast alle europäischen Sprachen übernommen. Kredit setzt Vertrauen voraus und zählt zu den Grundprinzipen des Wirtschaftslebens und der Geschäftsbeziehungen. Nur derjenige Kaufmann konnte langfristig Erfolg haben, dessen Ansehen (creditum) untadelig war.

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Leseprobe “Geist und Geld”: Frank Merkel über Geist, Geld und unternehmerischen Erfolg

11 Mai 2010

Der folgende Text ist ein Auszug aus dem Sammelband “Geist und Geld”, der die spannendsten und interessantesten Thesen und Erkenntnisse aus der gleichnamigen Vortragsreihe enthält.

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“Nach einer Zeit, in der sich der Geist primär auf Geld fokussierte, könnte das Pendel nun zu einem Geist schwingen, der das Menschsein in den Mittelpunkt stellt.” So die Aussage von Werbefachmann (Vorsitzender des Vorstands der WOB AG) und Strategieberater für externe und interne Kommunikation Frank Merkel.

Die Weltwirtschaft befindet sich in einem desaströsen Zustand. Ausgelöst von einer Finanzkatastrophe mit Beginn in den USA, leidet die gesamte Realwirtschaft unter bisher nicht vorstellbaren Einbrüchen. Politiker, Unternehmer und Wirtschaftsweise sind ratlos und überbieten sich im Ausmalen von Horrorszenarien. Verzweifelt suchen sie nach Lösungen, die Krise zu überwinden.
Fast alle Unternehmen versuchen, ihre Kosten zu reduzieren, die Staaten pumpen unterdessen Milliarden Euro in die Märkte, um das Schlimmste zu verhindern. Volks- und Finanzwirtschaftler suchen nach einem neuen Formelgerüst, während die Vorstände börsennotierter Unternehmen primär den nächsten Quartalsbericht im Blick haben. Kaum jemand wagt noch das Wort “Strategie” in den Mund zu nehmen – verspricht diese doch erst auf längere Sicht Ergebnisse. Und da die Unternehmen derzeit “auf Sicht fahren” und nichts riskieren wollen, haben sie keine Geduld, keinen Blick für längerfristige Planungen. » Weiterlesen: Leseprobe “Geist und Geld”: Frank Merkel über Geist, Geld und unternehmerischen Erfolg