Beiträge getagged ‘Unternehmen’

Forum: “Werte im Unternehmensalltag – Mehr als nur schöne Worte?”

9 November 2010

Am Donnerstag, den 25. November 2010, findet das von der Wertekommission veranstaltete Werteforum seine nächste Fortsetzung. Die Referenten Prof. Dr. Hans Raffée (Ehrenpräsident Absolventum Mannheim), Prof. Dr. Burkhard Schwenker (Chairman der Roland Berger Strategy Consultants Holding GmbH), Dr. Uwe Schroeder-Wildberg (Vorstandsvorsitzender MLP Finanzdienstleistungen AG) und Frieder C. Löhrer (Unternehmer) diskutieren unter dem Titel “Werte im Unternehmensalltag – Mehr als nur schöne Worte?” wie Werte-orientiertes Wirtschaften für Unternehmer, Mitarbeiter und auch die Gesellschaft zu höherer Wertschöpfung beitragen können:

Wir sind überzeugt, dass Werteorientierung eine erhöhte Wertschöpfung zur Folge hat. Und wir glauben, dass Unternehmen nachhaltiger wettbewerbsfähig sind und engagiertere Mitarbeiter gewinnen können, wenn sie wertebasiert handeln. [...] Und mehr als das: Werte fehlen dem ganzen Land. Misstrauen und Pessimismus sind die Folge, es fehlt an Initiative und die Durchsetzung von Reformen in Politik und Gesellschaft misslingt.

Das Werteforum entspricht damit im besten Sinne den Zielen unserer Buch- und Veranstaltungsreihe “Wirtschaft und Kultur im Gespräch”. Deshalb laden wir Sie herzlich ein, beim Werteforum am 25. November um 19:00 Uhr in der Aula der Universität Mannheim dabei zu sein. Die Moderation beim Werteforum übernimmt Dr. Philipp Busch (Kuratoriumsvorsitzender der Wertekommission e.V.).

Mehr über die Motivation des Werteforums im Speziellen und der Wertekommission im Allgemeinen finden Sie hier.
Eine Übersicht über alle bisher veranstalteten Werteforen finden Sie hier.

Kultur und Wirtschaft im Wettstreit?

28 September 2010

Die Leitfrage “Stehen Kultur und Wirtschaft im ständigen Wettstreit?” führte den Kommunikationsexperten Patrick Breitenbach auf der diesjährigen stART Conference 2010 durch seinen Vortrag. Der sogenannte Kulturmanager könnte die zwei Disziplinen wieder näher aneinander führen, wie es auch dieses Projekt “Wirtschaft und Kultur im Gespräch” mit seinen Vorträgen, Diskussionenrunden, Kunstausstellungen und der jährlichen Bucherscheinung versucht. Das Pladoyer von Breitenbach:

“Die Kultur von morgen muss sich also darauf konzentrieren, immer wieder auch Vorreiter bei neuen Geschäftsmodellen zu sein, um ihr eigenes Überleben und vor allem die eigene Qualität zu sichern. [...] Denn erst wenn Kultur wieder an Wert gewinnt und auch keine Scheu hat, diesen Wert nach außen zu transportieren, kann sich das künstlerisches Potenzial auch wirklich frei entfalten. Es gilt also, Kultur zu kommerzialisieren ohne dabei als Künstler oder Kulturschaffender das Gesicht zu verlieren.”

Wie genau ein Kulturmanager für genügend Kunst in der Wirtschaft und für mehr wirtschaftliches Verständnis im Kulturbetrieb sorgen kann, erläutert das folgendende Video in wenigen Minuten, die nicht nur für Künstler, Manager und andere Kulturschaffende lehrreich sein dürften.

Leseprobe “Geist und Geld”: Götz Werner über Arbeit und Einkommen

11 Mai 2010

Der folgende Text ist ein Auszug aus dem Sammelband “Geist und Geld”, der die spannendsten und interessantesten Thesen und Erkenntnisse aus der gleichnamigen Vortragsreihe enthält.

Mehr über die Vortragsreihe und den Sammelband “Geist und Geld”
Den Sammelband “Geist und Geld” bequem im Online-Shop bestellen

“Arbeit und Einkommen müssen von einander getrennt werden”, sagt der erfolgreiche Unternehmer Götz W. Werner.  Ein Auszug aus seinem Pladoyer.

Aktuelle Situation

Wovon frühere Generationen in unserem Land nur träumen konnten, ist Wirklichkeit geworden: Nie zuvor wurde die breite Bevölkerung so gut mit Gütern und Dienstleistungen versorgt wie heute. Wir produzieren insgesamt – wenn auch nicht alle daran ausreichend teilhaben – mehr, als wir verbrauchen können: Wir leben also in paradiesischen Zuständen.
Was diese Zustände für viele Menschen jedoch alles andere als paradiesisch macht, ist die einhergehende steigende Arbeitslosigkeit. Diese wiederum ist jedoch das Ergebnis der Optimierungen, die zu einer immer besseren Versorgung der Menschen geführt hat. Durch diese Optimierung ist der Arbeitsaufwand immer geringer geworden, denn der Erfolg unserer Marktwirtschaft beruht darauf, dass wir Maschinen und Methoden entwickelt und geschaffen haben, die uns den Teil der Arbeit, der automatisierbar ist, zunehmend abnehmen. Die derzeitig bestehende Arbeitslosigkeit resultiert also im Grunde aus einem großen Erfolg. Allerdings hat in unserer Gesellschaft ein zunehmender Teil der Menschen dadurch immer weniger zum Leben, und es ist zu befürchten, dass sich dies in naher Zukunft noch verschärft. Es drängt sich die Frage auf, ob das angesichts der hohen Produktivität nötig ist. Liegt der Engpass in unserer Leistungsfähigkeit oder in unseren veralteten Verfahren der Einkommenszumessung? » Weiterlesen: Leseprobe “Geist und Geld”: Götz Werner über Arbeit und Einkommen