Leseprobe “Geist und Geld”: Götz Werner über Arbeit und Einkommen

11 Mai 2010 von Redaktion 2 Kommentare »

Der folgende Text ist ein Auszug aus dem Sammelband “Geist und Geld”, der die spannendsten und interessantesten Thesen und Erkenntnisse aus der gleichnamigen Vortragsreihe enthält.

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“Arbeit und Einkommen müssen von einander getrennt werden”, sagt der erfolgreiche Unternehmer Götz W. Werner.  Ein Auszug aus seinem Pladoyer.

Aktuelle Situation

Wovon frühere Generationen in unserem Land nur träumen konnten, ist Wirklichkeit geworden: Nie zuvor wurde die breite Bevölkerung so gut mit Gütern und Dienstleistungen versorgt wie heute. Wir produzieren insgesamt – wenn auch nicht alle daran ausreichend teilhaben – mehr, als wir verbrauchen können: Wir leben also in paradiesischen Zuständen.
Was diese Zustände für viele Menschen jedoch alles andere als paradiesisch macht, ist die einhergehende steigende Arbeitslosigkeit. Diese wiederum ist jedoch das Ergebnis der Optimierungen, die zu einer immer besseren Versorgung der Menschen geführt hat. Durch diese Optimierung ist der Arbeitsaufwand immer geringer geworden, denn der Erfolg unserer Marktwirtschaft beruht darauf, dass wir Maschinen und Methoden entwickelt und geschaffen haben, die uns den Teil der Arbeit, der automatisierbar ist, zunehmend abnehmen. Die derzeitig bestehende Arbeitslosigkeit resultiert also im Grunde aus einem großen Erfolg. Allerdings hat in unserer Gesellschaft ein zunehmender Teil der Menschen dadurch immer weniger zum Leben, und es ist zu befürchten, dass sich dies in naher Zukunft noch verschärft. Es drängt sich die Frage auf, ob das angesichts der hohen Produktivität nötig ist. Liegt der Engpass in unserer Leistungsfähigkeit oder in unseren veralteten Verfahren der Einkommenszumessung? » Weiterlesen: Leseprobe “Geist und Geld”: Götz Werner über Arbeit und Einkommen

Leseprobe “Geist und Geld”: Carla Schulz-Hoffmann im Interview über Kunst, Mäzene und Sponsoren

11 Mai 2010 von Redaktion 3 Kommentare »

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“Kunst ist im Sinne von Karl Valentin ist schön, macht aber viel Arbeit”, so die stellvertretende Generaldirektorin der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen und Leiterin der Pinakothek der Moderne Carla Schulz-Hoffmann im Interview:

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Kann Kunst, die für einen Markt produziert wird, gute Kunst sein?

Die Frage ist falsch gestellt! Kunst, wenn sie gut ist, wird nie für den Markt produziert, allerdings von ihm vereinnahmt, was Künstler oft geschickt auszunutzen verstehen.
Damien Hirst beispielsweise, den ich in weiten Bereichen für überzeugend halte, versteht es perfekt, Marktmechanismen für sich zu instrumentalisieren und gleichzeitig kritisch zu unterlaufen. Das ist wirklich ein Extremfall. So hat er kurz vor der Bankenkrise einen riesigen Schwung neu produzierter Werke unter Umgehung seiner Galeristen spektakulär bei einer Auktion versteigert, ein Coup, der perfekt funktionierte und ihm gigantische Summen einspielte. Ist das skandalös? Oder zeigt es nicht vielmehr, wie „bescheuert“ der Markt selbst funktioniert, und führt damit diejenigen vor, die gierig genug sind, bei diesem Spektakel mitzuspielen? » Weiterlesen: Leseprobe “Geist und Geld”: Carla Schulz-Hoffmann im Interview über Kunst, Mäzene und Sponsoren

Leseprobe “Geist und Geld”: Manfred Fuchs über die moderne Unternehmensethik

11 Mai 2010 von Redaktion 1 Kommentar »

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Lesen Sie weiter im Beitrag des Unternehmers Manfred Fuchs, der als Vorstandsvorsitzender und Hauptaktionär der Fuchs Petrolub AG und als Kunst- und Kulturmäzen nicht nur in der Region Mannheim geschätzt wird.

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Leistung und Wettbewerb

Zur Wirtschaft und zum unternehmerischen Handeln gehören Leistung und Wettbewerb. Sie sind die Voraussetzung des Erfolgs sowie eine Quelle der Kreativität, des Fortschritts und des Wohlstands. Nun wird der Unternehmenserfolg in vielfältiger und nicht nur rein finanzieller Weise zu messen sein, aber Gewinn und Rendite sind eines der wichtigsten Kriterien und in der Wirtschaft letztlich eben das entscheidende. Ist das unethisch? Oder: Wo beginnt es, unethisch oder zur “Gier” zu werden? Die Antwort muss mehrere Aspekte umfassen: Gier kann vorgebeugt werden durch korrespondierende Risiken, disziplinierende Haftung, wirksamen Wettbewerb sowie rechtliche Rahmenbedingungen und Restriktionen. » Weiterlesen: Leseprobe “Geist und Geld”: Manfred Fuchs über die moderne Unternehmensethik