Leseprobe “Geist und Geld”: Martin Kitzinger über den Geist des Geldes

11 Mai 2010 von Redaktion Kommentieren »

Der folgende Text ist ein Auszug aus dem Sammelband “Geist und Geld”, der die spannendsten und interessantesten Thesen und Erkenntnisse aus der gleichnamigen Vortragsreihe enthält.

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“Welchen Geist will sich das Geld leisten?” Eine Analyse des Kultur- und Diplomatie-Historikers Martin Kitzinger.

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„Geist und Geld“: Eine Frage drängt sich schon bei der Reihenfolge der Begriffe auf: „Geist und Geld“ oder „Geld und Geist“? Dass Geld sich Geist leistet, mögen wir kennen, und wir denken dabei an Gönner, Stifter oder Mäzene, Förderer und Impulsgeber, wie sie sich zu allen Zeiten – bis heute – oft und gern abbilden ließen. Dass Geist hingegen ohne Geld blieb, ebenfalls zu allen Zeiten, ist ebenso bekannt, aber kaum abgebildet worden. Erst Karl Spitzwegs „Armer Poet“ von 1839 schuf eine bleibende Erinnerung. Weitere Fragen drängen sich auf. Welchen Geist will sich das Geld leisten, wann und warum – und unter welchen Umständen will das Geld manchmal auch ohne Geist auskommen? Zudem: Braucht Geist Geld, wozu braucht er es und wie viel, unter welchen Bedingungen, und unter welchen Umständen kann oder muss oder will sogar der Geist manchmal auch ohne Geld auskommen? Eine Antwort auf diese Fragen hängt entscheidend davon ab, wie wir zuvor folgendes Problem geklärt haben: Was ist Geist, was ist Geld, und wie hängen beide zusammen?

Was ist Geist, und was ist Geld – (k)eine Antwort

Geist und „Geld“ stehen in den vorangegangenen Ausführungen als Allegorien. Sie bezeichnen Vorstellungen, Wertzuschreibungen und vor allem Menschen – solche, die Geist oder Geld haben oder danach verlangen, und solche, die es verurteilen und die einander danach unterscheiden, ob sie eher der einen oder der anderen Seite zugehören. Denn nur selten findet sich beides zugleich in denselben Händen. Genau dies ist unser Thema: Geist und Geld scheinen auf Anhieb zumindest different zueinander zu stehen, in Distanz oder gar in Widerspruch. Eben deshalb ist ihr Verhältnis in seiner Spannung, aber auch seiner Synergie, immer wieder bedacht und hinterfragt worden.

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Kitzinger, Martin: Philosophia und Pecunia, in: Annette Kehnel (Hg.), Geist und Geld, Frankfurt a.M. 2009, S. 129–154.

1 Kommentar

  1. Johne325 sagt:

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