Archiv für Juli 2010

Veranstaltungen bei “Kredit und Vertrauen”

28 Juli 2010

Folgende Veranstaltungen der Reihe “Kredit und Vertrauen” fanden in der ersten Jahreshälfte 2010 statt. Alle Informationen zu den aktuellen Terminen finden Sie unter Veranstaltungen. Die beteiligten Personen aus dem ersten Halbjahr finden sie hier, die Beteiligten im zweiten Halbjahr finden Sie unter Personen.

Veranstaltungsort war immer:
Universität Mannheim, Schloss Eingang Wirtschaftshochschule (Ostflügel)
Manfred Lautenschläger-Hörsaal O163

Alle Veranstaltungen einfach, bequem und aktuell als Outlook- oder iCal-Kalender-Datei herunterladen

» Weiterlesen: Veranstaltungen bei “Kredit und Vertrauen”

Personen bei “Kredit und Vertrauen”

28 Juli 2010

Bei “Kredit und Vertrauen” haben sich in der ersten Jahreshälfte 2010 folgenden Personen in Form von Diskussionsteilnahmen, Vorträgen oder der Kunstausstellung beteiligt. Eine ausführliche Beschreibung der Personen und zum Programm der Vorträge, Podiumsdiskussionen der zweiten Jahreshälfte 2010 finden Sie unter Veranstaltungen oder Personen.

Podiumsdiskussion “Vertrag ist gut – Vertrauen ist besser?” | 31. Mai 2010, 19.00 Uhr

Prof. Dr. Klaus M. Schmidt

ist Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftstheorie an der Ludwig-Maximillians-Universität München (VWL). Im Mittelpunkt der Analyse an seinem Seminars steht das wirtschaftliche Entscheidungsverhalten: Wie verhalten sich Menschen in interdependenten Entscheidungssituationen (Spieltheorie), wie kann dieses Verhalten durch Verträge, Anreizmechanismen und Organisationsstrukturen beeinflusst werden (Vertragstheorie), und wie wirken sich beschränkte Rationalität und soziale Präferenzen auf das Entscheidungsverhalten aus (Verhaltenstheorie). Prof. Schmidt ist Koordinator des europäischen Research and Training Networks ENABLE (“European Network for the Advancement of Behavioral Economics”), ein Netzwerk mit den Universitäten Amsterdam, Harvard, Mannheim, Princeton, Stockholm, Toulouse und Zürich.

Schmidt, K. M. 2005, “Vertragstheorie”, in Handwörterbuch der Betriebswirtschaft, ed. by Andreas Pfingsten, mimeo, University of Munich.
Schmidt, K. M. 2005, “The Economics of Fairness, Reciprocity and Altruism – Experimental Evidence and New Theories” (with Ernst Fehr), forthcoming in Handbook on the Economics of Giving, Reciprocity and Altruism, ed. by. Serge-Christophe Kolm and Jean Mercier Ythier, mimeo, University of Munich. Discussionpaper.

Prof. Dr. Thomas Gautschi

ist Inhaber des Lehrstuhls für Methoden der empirischen Sozialforschung an der Universität München. Seine Forschungsgebiete umfassen die Methoden der empirischen Sozialforschung (v.a Survey, Experimente, Ökonometrie), Wirtschaftssoziologie, Netzwerktheorie (v.a. die soziologische Tauschtheorie) sowie die Spieltheorie (v.a. Vertrauen, Fairness, Reziprozität).

Gautschi, T. 2004. “Vertrauen in wiederholten Spielen. Eine Analyse von Lern- und Kontrolleffekten.” In A. Diekmann und B. Jann (Hgs.) /Modelle Sozialer Evolution/.
Gautschi, T. 2002. /Trust and Exchange. Effects of Temporal Embeddedness and Network Embeddedness on Providing and Dividing a Surplus/. Amsterdam: Thela Thesis (Ph.D.Dissertation).

Prof. Dr. Marc-Philippe Weller

ist Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Internationales Unternehmensrecht und Europäisches Wirtschaftsrecht an der Universität Mannheim. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen Bürgerliches Recht und Europäisches Privatrecht, Internationales Unternehmensrecht, Gesellschaftsrecht und Europäisches Wirtschaftsrecht. Seine 2009 erschienene Habilitationsschrift “Vertragstreue” gilt als ein “flammendes Plädoyer für den Vertrag”. Die Arbeit verbindet Rechtsdogmatik mit Ökonomie und Ethik und untersucht das Gebot der Vertragstreue in seiner historischen Entwicklung und im Vergleich mit dem Englischen Common law ist als einschlägig (zur Rezension).

Weller, M-P., 2009. Die Vertragstreue – Vertragsbindung — Naturalerfüllungsgrundsatz — Leistungstreue (Habilitationsschrift) Köln Mohr Siebeck-Verlag (Ius Privatum), Tübingen.
Weller, M-P., 2010. Vertragstreue in der Finanzkrise, in: Schmoeckel/Kanzleiter (Hrsg.), Vertragsschluss -Vertragstreue — Vertragskontrolle, Nomos (im Erscheinen).

Stefanie Unger

ist Unternehmensberaterin und begleitet Vorstände und Aufsichtsräte in Führungsfragen in den Bereichen Change Management, Strategie und Corporate Governance.Sie ist Herausgeberin des Buches “Vertrauen ist gut. Werte in der Krise oder Krise der Werte?”, in dem sie 34 prominente Macher und Beobachter der deutschen Wirtschaft nach Wegen aus der Vertrauenskrise befragt.

Unger S. 2010, Vertrauen ist gut. Werte in der Krise oder Krise der Werte?”, F.A.Z. Buch Verlag, Frankfurt.

Prof. Dr. Eckhard Janeba

ist Inhaber des Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre an der Universität Mannheim. Seine Schwerpunkte in Forschung und Lehre liegen in den Bereichen Finanzwissenschaft und Außenhandel. Insbesondere beschäftigt er sich mit den Auswirkungen der Globalisierung auf staatliches Handeln. Er hat grundlegende Arbeiten zur Theorie des Steuerwettbewerbs geschrieben und interessiert sich in den letzten Jahren vor allem für polit-ökonomische Aspekte der Steuerpolitik in offenen Volkswirtschaften.

Janeba, E. and G. Schjelderup (2002). “Why Europe Should Love Tax Competition – and the U.S. Even More So.” NBER Working Paper No.9334.
Janeba, E. and G. Schjelderup (2006) The Welfare Effects of Tax Competition Reconsidered: Politicians and Political Institutions.

Vortrag “Kunst und Markt – eine Mesalliance?” | 19.00 Uhr

Prof. Dr. Peter Raue

ist ein sehr bekannter Berliner Anwalt und Kunstmäzen. Als langjähriger Präsident der Freunde der Nationalgalerie Berlin holte der “Anwalt der Schönen Künste” im Jahr 2004 mehr als 200 Exponate aus der Gemäldesammlung des Museum of Modern Art nach Berlin. Seither ist er auch als “Mr. MoMa” bekannt. Drei Jahre später folgte ein weiterer Kassenschlager mit der Ausstellung “Die schönsten Franzosen kommen aus New York” im Sommer 2007.

Prof. Dr. Louis Pahlow

ist ehem. Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Recht des Geistigen Eigentums und Wettbewerbsrecht an der Universität Mannheim und jetziger Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Deutsche und Europäische Rechtsgeschichte an der Universität des Saarlandes. Die Forschungsschwerpunkte des Lehrstuhls liegen neben den Kernfächern des Bürgerlichen Rechts auf der deutschen und europäischen Rechts- und Verfassungsgeschichte.

Vernissage “Die Kunstkreditkarte” | 17. Mai 2010, 17.15 Uhr

Peer Boehm

Iris Stephan

Ulrich Dohmen

Angela Rohde

Podiumsdiskussion “Vertrauen in Objektivitäten” | 22. März 2010, 19.00 Uhr

Prof. Dr. Stefan Hornborstel

ist Leiter des Institut für Forschungsinformation und Qualitätssicherung (IFQ), Bonn, seit 2005, Professor für Soziologie (Wissenschaftsforschung) am Institut für Sozialwissenschaften der Humboldt- Universität Berlin.

Hornbostel, Stefan; von Ins, Markus, 2009: Leistungsmessung in der Forschung – Erfordernis oder Vermessenheit? Laborwelt Nr. 5/2009, 34-35.
Hornbostel, Stefan, 2008: Gesucht: Aussagekräftige Indikatoren und belastbare Datenkollektionen. Desiderate geisteswissenschaftlicher Evaluierung in Deutschland, in: Lack, Elisabeth und Markschies, Christoph (Hg.): What the hell is quality? Frankfurt/New York: Campus Verlag, 55 – 73.
Hornbostel, Stefan;Klingsporn, Bernd / von Ins, Markus, 2008: Messung von Forschungsleistungen – eine Vermessenheit? in: Alexander von Humboldt-Stiftung (Hg.): Publikationsverhalten in unterschiedlichen Disziplinen. Beiträge zur Beurteilung von Forschungsleistungen, 11 – 32. Diskussionspapiere der Alexander von Humboldt-Stiftung Nr. 12 / 2008.

Prof. Dr. Alfred Kieser

hat den Lehrstuhl für ABWL und Organisation an der Universität Mannheim inne und beschäftigt sich seit langem u.a. mit Managementmoden, Unternehmensberatung und Organisationstheorien und mit der Frage wie man lernen organisieren kann.
Aus seiner Sicht schaffen Evaluationen die Wirklichkeit, die sie zu messen vorgeben.

Publikationen: Kieser, Zehn Thesen zur Evaluation oder: Schaffen Evaluationen die Wirklichkeit, die zu messen sie vorgeben? In: 10 Jahre Evaluation von Studium und Lehre, hrsg. Von Verbund Norddeutscher Universitäten, Hamburg 2004, S. 46-48.
Kieser, gemeinsam mit H. H. Bauer, W. A. Oechsler und N. E. Sauer, Die Akkreditierung – Eine Leistungsbeurteilung mit System? In: Zeitschrift für Betriebswirtschaft, Ergänzungsheft 3/2003, S. 25-58.

Jürgen Kaube

ist zuständig für Wissenschafts- und Bildungspolitik bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Er verantwortet die Seiten “Forschung und Lehre” und seit August 2008 ist er Ressortleiter für die “Geisteswissenschaften”.
Jürgen Kaube hält Evaluationen und Akkreditierungen für eine grandiose Form der Zeitverschwendung.

Kaube, Jürgen, Der Zahlenglaube der Hochschulpolitik, FAZ online verfügbar (10.05.10).
Kaube, Jürgen, Die Illusion der Exzellenz. Lebenslügen der Wissenschaftspolitik, 2009.
Kurzrezenzion: Kein Stein bleibt derzeit in den Hochschulen auf dem anderen, eine Strukturreform jagt die nächste. Von den Abschlüssen über die Bezahlung der Professoren und die Doktorandenausbildung bis zur Organisation der Hochschulleitung – nichts soll bleiben, wie es war. Das Versprechen lautet: internationale Konkurrenzfähigkeit, schnelleres und erfolgreicheres Studieren, bessere Forschung. Soll man das glauben? Aus den Hochschulen selber sind auch andere Töne zu hören. Der Verwaltungsaufwand der Reformen scheint erdrückend, die Verschulung des Studiums droht begabte Studenten fernzuhalten, die Dauerbeschäftigung im Anträge- und Gutachtenschreiben frisst die Zeit für Forschung und Lehre. In acht Essays prüfen Hochschullehrer unterschiedlicher Fakultäten ihre Erfahrungen mit der Hochschulreform, ihren Versprechen und ihrer Wirklichkeit.

Prof. Dr. Frank Ziegele

ist Direktor des gemeinnützigen Zentrums für Hochschulentwicklung CHE in Gütersloh (gegründet 1994) und ist Professor für Hochschul- und Wissenschaftsmanagement an der FH Osnabrück. Als Mitherausgeber der Zeitschrift “Wissenschaftsmanagement” und als Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Hochschulforschung vertritt er die Ansicht, dass es ohne vernünftige Qualitätssicherung in der Wissenschaft nicht geht.

Ziegele, Frank: Interview mit Prof. Dr. Frank Ziegele: Die Dos and Don´ts der Verhandlungspartner “Forscher reagieren allergisch, wenn über ihren Kopf hinweg entschieden wird”, in: duz / duz akademie, 65, (2009), S. 4-5.

Prof. Dr. Dagmar Stahlberg

hat den Lehrstuhl für Sozialpsychologie an der Universität Mannheim inne und erforscht u.a. die Rolle von subjektiven Erfahrungen für die Entstehung von Entscheidungen und Werturteilen (SFB 504). Im Rahmen eines DFG – Kooperationsprojektes fragt sie danach, wie Erwartungen, insbesondere Erfolgserwartungen eigentlich entstehen, und in welchem Verhältnis Erfolgserwartungen und spezifische Fähigkeiten zueinander stehen.

Eröffnungsvortrag “Geld und Vertrauen” | 15. März 2010, 17.15 Uhr

Mehr zum Eröffnungsvortrag “Geld und Vertrauen”

Prof. Dr. Otmar Issing

war von 1998 bis 2006 Mitglied des Direktoriums der Europäischen Zentralbank für die Generaldirektionen Volkswirtschaft und Volkswirtschaftliche Forschung. 2008 wurde Professor Issing von Bundeskanzlerin Merkel mit der Leitung der Kommiss-ion zur Erarbeitung von Vorschlägen für eine neue Finanzordnung betraut. Von 2008 bis 2009 hat er als Mitglied bei der De Larosière Kommission an Vorschlägen für Aufsicht und Regulierung der Finanzmärkte in Europa mitgewirkt. Sein einschlägiges Lehrbuch “Einführung in die Geldtheorie” ist 2006 in der 14. Auflage erschienen. In seinem neuesten Buch “Der Euro: Geburt – Erfolg – Zukunft” behandelt Professor Issing die Geschichte und Zukunft der gemeinsamen europäischen Währung.

Prof. Dr. Wolfgang Franz

ist seit 1. April 1997 Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH (ZEW) in Mannheim und Inhaber des Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre an der Universität Mannheim. Zudem ist Professor Franz seit März 2009 Vorsitzender des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und berät als einer der fünf “Weisen” die Bundesregierung in wirtschaftspolitischen Fragen.